Manfred Maurenbrecher hat eine Stimme wie jemand, der gerade aufgestanden ist: grummelnd knarzend, knurrend. Keine Stimme, die man von Beginn an mag. Doch wenn man sich daran gewöhnt hat, möchte man sie nicht mehr missen. Der Berliner mit dem sperrigen Liedgut im Repertoire ist der vermutlich unterschätzteste Liedermacher - was sag' ich: Poet! - deutscher Zunge. Und das seit über 20 Jahren. Maurenbrecher macht immer schon, was er so gut kann: mal lyrische, mal spannende Geschichten unmittelbar aus der Nachbarschaft erzählen, in seinem knarzigen Bass, den manch einer auch Blues nennt. Nachzuhören auf seinem aktuellen Album WEISSE GLUT, das so einzigartig ist wie alle Maurenbrecher-Alben. Da hat der "melancholische Optimist" (Selbsteinschätzung) wieder mal mit jedem neuen Song ganz tief in seine Seele hineingeleuchtet - um das Beste daraus hervorzuholen. Großartig und herzerwärmend.(mfg)****
Musikexpress 8/2000
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